Hochsensibilität und Stimmungsübertragung - vom Umgang mit besonderen Hunden

Datum: 

16.Jun.2018 bis 17.Jun.2018

Ort: 

Remscheid Deutschland

Beschreibung: 

Samstag 11:00-19:00, Sonntag 08:00-16:00

Organisation und Anmeldung über Tiertime

Hochsensibilität ist ein besonders wichtiges und bisher leider vollkommen vernachlässigtes Thema. Ungefähr 15-20 Prozent der Bevölkerung, sowohl bei Menschen, als auch bei Tieren, sind hochsensibel. Menschen und Tiere, die hochsensibel sind nehmen Reize intensiver und detaillierter wahr, als durchschnittlich sensible Personen.

Hochsensible Personen können dadurch Emotionen oft besonders gut lesen, riechen und hören Dinge, die andere nicht bemerken, spüren und sehen Ereignisse, die an anderen vorbeiziehen. Hochsensibilität ist eine besondere Eigenschaft, die viele Vorteile mit sich bringt, aber auch gewisse Anstrengungen. Durch die besonders feine und intensive Wahrnehmung der Welt benötigen hochsensible Personen oft mehr Ruhe und Rückzug, sind schneller reizüberflutet, können sich nicht so lange konzentrieren und können durch die Stimmungen anderer leichter überfordert sein.

Auch auf Hunde trifft all dies zu. Das Leben mit einem hochsensiblen Hund bedeutet die Welt intensiver wahrzunehmen, den Hund aber noch gezielter vor Reizüberflutung schützen zu müssen. Hochsensible Hunde sind ganz besonders und können für ihre Halter eine große Schatzkiste, aber ebenso eine starke Belastung sein, vor allem, wenn der Halter selbst hochsensibel ist und schnell an seine Grenzen stößt.

Besonders bei hochsensiblen Menschen und Hunden spielt die Stimmungsübertagung eine wichtige Rolle. Stimmungen werden stärker wahrgenommen und die Abgrenzung gegenüber den Emotionen anderer fällt oft schwer. Stimmungsübertragung dient dazu Verhalten zu synchronisieren wobei es auch zur Angleichung der Emotionen kommt. Die Prozesse dahinter laufen unbewusst ab, wodurch wir innerhalb von Beziehungen oft erst die Folgen daraus wahrnehmen und nicht die Ursachen. Bewusst gemacht kann die Stimmungsübertragung auch genutzt werden, um ein Tier zum Beispiel in die Entspannung zu führen oder diesem Sicherheit zu geben. Besonders im Hundetraining ist es wichtig diese Aspekte zu berücksichtigen, denn die Wirkung unserer Emotionen auf unsere Hunde ist nicht zu unterschätzen!

In diesem Wochenendseminar wird wissenschaftlich fundiert erklärt was Hochsensibilität und Stimmungsübertragung ist, wie beides miteinander verbunden ist und wie wir im Alltag damit umgehen können. Mit den eigenen Hunden wird das Thema der Stimmungsübertragung in praktischen Übungen veranschaulicht. Für sechs TeilnehmerInnen ist die Mitnahme von Hunden und praktische Arbeit möglich. Alle anderen TeilnehmerInnen können durch die Erklärungen und durch das Zusehen ebenfalls von der Praxis profitieren.